EU-Verordnung 2026/699: Ein historischer Sieg für unabhängige Kfz-Werkstätten
Kurzüberblick
<p>Seit Juni 2026 ist in der gesamten Europäischen Union eine wichtige neue Verordnung in Kraft, die einen historischen Wendepunkt für den Kfz-Ersatzteilmarkt markiert. Die EU-Verordnung 2026/699 schreibt vor, dass Fahrzeughersteller unabhängigen Werkstätten einen standardisierten, diskriminierungsfreien Zugang zu Fahrzeug-On-Board-Diagnose-Daten (OBD), Reparaturhandbüchern und Wartungsinformationen gewähren müssen.</p><p>Diese Politik zielt darauf ab, den unfairen Vorteil der offiziellen Händlernetze zu beseitigen. Entscheidend ist, dass sie strenge neue Richtlinien für 'sichere Gateways' festlegt und verhindert, dass Hersteller Cybersicherheitsmaßnahmen nutzen, um unrechtmäßig zu blockieren, dass unabhängige Techniker auf notwendige Diagnosedaten zugreifen, um Codes zu löschen oder ECU-Programmierungen durchzuführen.</p><p>Gepaart mit der umfassenderen Richtlinie über das Recht auf Reparatur (2024/1799), deren Umsetzungsfrist im Juli 2026 abläuft, verzeichnet die Ersatzteilmarkt-Diagnosebranche ein beispielloses Wachstum. Unabhängige Werkstätten rüsten nun ihre Diagnosegeräte auf, um DoIP (Diagnostics over IP) und CAN-FD-Protokolle zu unterstützen, um diesen neu befreiten Datenzugang voll auszuschöpfen.</p>
OBD2HQ-Einordnung
Diese Meldung hilft Fahrzeughaltern, Entwicklungen zu Wartungskosten, Sicherheitstechnik, Servicezugang und Wiederverkaufswert einzuordnen. Sie ersetzt keine Fehlerdiagnose; bei Warnleuchten oder Symptomen öffnen Sie den passenden OBD2-Code, das Fahrzeugprofil oder den Problemfinder.